Niedersachsen Vernetzt
 

Das Schulkind

Schulreife

Jedes Jahr machen wir staunend die Beobachtung, welche nachdrücklichen Reifungsschritte sich im letzten halben Jahr vor Schuleintritt bei unseren 5 ½ - 6 Jährigen vollziehen.

 

Es sind ja nicht nur die äußeren Anzeichen wie Gestaltwandel und Zahnwechsel die das Schulkind ausmachen. Das Spielverhalten der Kinder ändert sich: sie entwickeln Vorausschau und Überschau und zusammen mit der wachsenden Sozialkompetenz werden sie zu Spielleitern und Anleitern für die Kleineren.

Die sich immer feiner ausbildende Fein- und Grobmotorik sowie ein ausgereifteres Gedächtnis- und Vorstellungsvermögen versetzen die „Schulkinder“ in die Lage, besondere Aufgaben zu übernehmen. Das unterstützt sie wiederum in ihrem Selbstwertgefühl und lässt sie zu wirklichen kleinen „Königen“ des Kindergartens werden.

 

Unsere Pädagogik will die Gesundung b.z.w. Gesunderhaltung der Kinder unterstützen und richtet sich nach der Entwicklung des einzelnen Kindes in der Ausgewogenheit aller Kräfte. Nicht „so früh wie möglich“ sondern „alles zu seiner Zeit“.

 

Schulkindarbeit im Kindergarten

Vor dem geschilderten Hintergrund ist es uns natürlich wichtig, noch so gut wie möglich an den Kompetenzen unserer Schulkinder zu feilen: Ungefähr ein halbes Jahr vor der Einschulung fangen wir deshalb mit den Schulkindern spezielle „Schulkindarbeiten“ an.

 

Dabei finden bestimmte Aktivitäten wie z.B. das Schiffchen schnitzen oder das Weben einer Tasche innerhalb der Gruppe im Freispiel statt. So können auch die jüngeren Kinder schon am Leben der Schulkinder teilhaben.

 

Zusätzlich gibt es immer auch Raum und Zeit für Dinge die nur „die Großen“ machen dürfen: ca. zweimal in der Woche wird von einer Erzieherin der Schulkinderabschlusskreis gestaltet. Darin finden Spiele zur Wahrnehmung (hören, sehen, sprechen), eine besondere Geschichte, humorvolle Schulkinderverse und Lieder ihren Platz.

 

Außerdem werden zweimal wöchentlich die „unteren Sinne“ in einer Turnstunde gepflegt, z.B. durch Übungen zur Bewegung, zum Gleichgewicht, zum Tastsinn und zum Lebenssinn.

 

Beim täglichen Puppenspiel werden die Erzieherinnen von den Schulkindern tatkräftig unterstützt. Sie lernen eine Rolle zu übernehmen, sie durchzutragen und auch auf andere Rücksicht zunehmen.